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Im Folgenden lesen Sie die Pressemitteilungen der BI im Original. In den angehangenen PDF-Dateien können Sie die jeweilige veröffentlichte Fassung der Medien nachlesen.


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Mittwoch, 04. Mai 2011 Pressemitteilung

Gaskraftwerk Wustermark: Beim Investor liegen die Nerven blank

Es war abzusehen, dass die wohlbegründete Kritik von Jürgen Rochlitz an dem Gaskraftwerk Wustermark den Investoren auf die Nerven geht. Doch hätte man die Reaktion des Investors etwas konkreter und weniger emotional aufgeladen erwartet als das Verdikt „blanker Unsinn“ oder „Fehlinformation durch die BI“.

 

Der Investor sollte, statt emotional zu lamentieren, doch folgende Punkte klären:

 

1) Wie will er die folgende Vorgabe des Bundesimmisionssschutzgesetzes, angewandt auf die NOx-Emissionen und die Schallemissionen der Hochleistungsturbine und der Luftkühler realisieren, wenn es dort im §5,1,2 heißt:

„...Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungn......, insbesondere durch die dem Stand der Technik entsprechenden Maßnahmen“?

 

2) Warum hat die Gemeinsame Landesplanungsabteilung als Maßgabe Nr. 2 die Erstellung eines Brand- und Explosionsschutzkonzepts gefordert ?

Ergibt sich eine solche Forderung nicht automatisch aus der Störfall-Verordnung?

 

3) Die Behauptung des Investors, lediglich 1,2 Tonnen Erdgas befänden sich auf dem Betriebsgelände- d.h. also 0,7% des stündlichen Durchsatzes bei Vollast- sollte verifiziert werden und – falls richtig – als Festsetzung für die Betriebsgenehmigung verankert werden – zum Schutz der Anwohner.

 

4) Grundsätzlich sollte der Investor erläutern, warum er sich so heftig gegen die Anwendung der Störfall-VO wehrt; immerhin garantiert diese VO Sicherheit für Betreiber wie für Anwohner – dies allerdings nur bei größerem Abstand zur Wohnbebauung.

 

5) Es mag sein, dass der eine oder andere Umweltverband sich nicht besonders intensiv mit der Ressourcenverschwendung eines Gasgroßkraftwerks auseinandergesetzt hat. Greenpeace jedenfalls bevorzugt in seinem Energiekonzept längerfristig kleine, dezentrale Gaskraftwerken. Hinter der Position von Rochlitz stehen außer dem Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die Bürgerinitiative gegen das Steinkohlekraftwerk Arneburg und die Bürgerinitiative gegen das Gaskraftwerk Wustermark – damit einige tausend Mitglieder. Wir alle meinen, dass Rochlitz zu Recht kritisiert, dass der Investor in seinem Raumordnungsantrag an keiner Stelle den Bruttowirkungsgrad des Kraftwerkes angibt. Selbst wenn der angegebene Nettowirkungsgrad von 59% eingehalten werden könnte, werden mehr als 40% des eingesetzten Erdgases ungenutzt verbrannt. d. Immerhin: Fünf kleine, dezentrale Gaskraftwerke mit Kraftwärmekopplung könnten logistisch gut verteilt in Deutschland allein damit betrieben werden –zum Ausgleich von lokalen Schwankungen der regionalen Stromversorger aus erneuerbaren Energiequellen.

Zu diesem Punkt fehlt im Unnsinnsvorwurf des Investors jegliche konkrete Stellungnahme. Der Investor sollte darlegen, wie er die Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes, und verschiedener EU-Richtlinien nach sparsamem Energie- und Ressourcenverbrauch einzuhalten gedenkt angesichts der dramatischen Vergeudung von fast 70 t Erdgas pro Stunde.

 

Wir meinen, eine solche Verschwendung von Ressourcen sollte sich weder Brandenburg noch Deutschland leisten. Wir fordern daher, wie andere Umweltverbände auch: wenn Gaskraftwerke, dann regional angepasst, mit Kraft-Wärmekopplung und Möglichkeit zur Einspeisung des Speichergases Methan (erzeugt aus elektrolytisch gewonnenem Wasserstoff und CO2) bzw. des nachhaltig erzeugten und gereinigten Biogases.

 

Abschließend sei festgehalten: Interessant wäre, vom Investor zu erfahren, von welchen Subventionen seitens z.B. Gasproms oder Siemens er ausgeht, damit das Projekt sich jemals rechnet und seine Versprechungen der Gemeinde gegenüber realisiert werden können. An der Leipziger Strombörse wird er wohl nach derzeitiger Lage seine bisherigen Zusagen nicht verdienen können.

 

Prof. Dr. Winfried Schülke

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